José Mourinho ist 62 Jahre alt, Okan Buruk 51. Benommen haben sich die beiden Trainer nach dem Viertelfinale im türkischen Pokal zwischen Fenerbahce und Galatasaray Istanbul wie zwei Kleinkinder. Nach der 1:2-Niederlage seines Teams ging Fenerbahce-Trainer Mourinho auf Buruk zu und packte ihn an der Nase.

Eine peinliche wie unnötige Entgleisung. Getoppt wurde sie nur noch von der Reaktion Buruks. Er ging zu Boden, als hätte er einen rechten Haken kassiert und müsste noch vor Ort notoperiert werden. Auf dem Rasen liegend, griff er sich theatralisch ins Gesicht.

„Er fasst mir von hinten an die Nase während ich weiterlaufe. Da ist ein kleiner Kratzer. Das ist natürlich nicht sehr nett und stilvoll“, kommentierte Buruk den Vorfall. Zu seinem eigenen Verhalten äußerte sich der Galatasaray-Trainer nicht.

Nach dem Eklat konnten nur Polizisten und Ordner auf dem Platz die hitzige Situation beruhigen. Kurz vor dem Abpfiff hatte es nach einem Handgemenge Platzverweise gehagelt. Schiedsrichter Aydin Cihan zeigte dem kurz zuvor ausgewechselten Baris Yilmaz (Galatasaray) sowie dem zweimaligen deutschen Nationalspieler Kerem Demirbay (u.a. Hoffenheim und Leverkusen, seit 2023 bei Galatasaray) und Mert Hakan Yandas (Fenerbahce), die das komplette Spiel über auf der Bank saßen, jeweils die Rote Karte. Zuvor hatte der Unparteiische in dem emotional geführten Derby bereits neun Gelbe Karten gezogen.

Mourinho vergibt nächste Titelchance

Der peinliche Trainer-Streit war der unwürdige Höhepunkt der Auseinandersetzungen. „Dieser jüngste Vorfall ist nicht nur eine Attacke auf den Trainer von Galatasaray, sondern auf den türkischen Fußball. Das ist Mourinho, ich weiß nicht, woher er die Courage nimmt. Wo in der Welt kann er das machen?“, sagte Galatasarays Vizepräsident Metin Öztürk.

Fenerbahçe vergab im heimischen Stadion eine weitere Chance auf einen Titel. Im vergangenen Monat war Mourinho mit seinem Team schon im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden. In der türkischen Liga hat Fener als Tabellenzweiter bei einem Spiel weniger sechs Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Galatasaray.

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