So legt Mario Götze seine Millionen an
Mit seinem legendären Tor im WM-Finale gegen Argentinien schoss Mario Götze Deutschland 2014 in den Fußballhimmel. Wie treffsicher – oder auch nicht – er sein Gehalt anlegt oder konsumiert, verriet er nun bei „Bild“.
Bei Bayern München soll er dem Bericht zufolge einst zwölf Millionen Euro im Jahr verdient haben, bei Eintracht Frankfurt sollen es aktuell drei Millionen sein. Hinzu kommen Werbeverträge. Der Fußballstar steckt sein Geld unter anderem in Start-ups. Darunter auch sehr junge Unternehmen.
Wie verteilen sich die Investitionen auf die verschiedenen Bereiche? „Prozentual gesehen, investiere ich unter fünf Prozent meines Vermögens in Venture Capital – reine Start-ups, die sich in der Frühphase befinden. Das ist High Risk. Über den Daumen stecken etwa 30 Prozent des Vermögens in Aktien und Bonds, 30 Prozent in Immobilien und 30 Prozent in Privat Equity, also Firmenbeteiligungen. Und etwa zwei Prozent in Kryptowährungen“, berichtete Götze.
2024 war für Götze wirtschaftlich ein gutes Jahr
Die Investitionen laufen für den Spieler von Eintracht Frankfurt offenbar gut. Mit 2024 sei er, erzählte Götze, „sehr zufrieden, durch die Börse und die Immobilienentwicklung“.
Der 32 Jahre alte Mittelfeldstratege geht es bei seiner Geldanlage nicht nur um den maximalen Gewinn, er knüpft seine Investments an bestimmte Grundsätze „Defense (also Rüstungsunternehmen, die Redaktion) mache ich gar nicht. Das ist kategorisch kein Thema für mich“, sagt Götze.
Eines liegt dem zweifachen Familienvater, sein Sohn Rome ist vier und seine Gioia wird im Oktober zwei, besonders am Herzen: „Ich investiere bewusst in Unternehmen, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Ich glaube, das Thema wird einfach immer wichtiger werden – für uns, aber besonders für die nachfolgende Generation. Ich habe jetzt selbst zwei Kinder. Das ist für meine Kinder wichtig. Ich möchte Leute im Bereich Nachhaltigkeit unterstützen, möchte da Investments machen und das Thema vorantreiben, auch nach außen.“
Bei der Vermögensverwaltung helfen ihm Experten. „Am Anfang, als ich mit 17, 18 Jahren Profi wurde, hat sich mein Vater um viele Dinge gekümmert“, erzählte Götze: „Irgendwann kam ein Moment, wo ich gesagt habe, ich möchte das in professionelle Strukturen geben. Seitdem bin ich Klient bei einem Family Office. Von denen lasse ich mich beraten. Die haben eine Expertise und machen das für viele Kunden, die ein relativ großes Vermögen haben.“
Nicht immer läuft alles glatt. „7 oder 8 Start-ups, in die ich investiert habe, sind in die Insolvenz gegangen“, sagte Götze. Insgesamt ist er an mehr als 70 Start-ups beteiligt, bleibt dort zwischen acht und zwölf Jahren Anteilseigner. Unter anderem ist er an der Sanity Group beteiligt, die medizinische Cannabis-Produkte herstellt. Beteiligungen hat er unter anderem auch an einer Solarfirma, einer digitalen Vermieterplattform, einer Datenanalyse-Firma, einer Finanzberatung oder einer KI-Firma für automatisierte Kundenkommunikation.
Götze in investiert in Software, Biotech und Klima
„Ich habe Aktien oder Start-ups mit sehr viel Tech-Bezug. Alles, was Software betrifft, sowie Biotech und Klima. Das sind die drei Bereiche, in die ich größtenteils investiere.“ Götze erklärt: „Und dann habe ich noch einen Bereich, wo ich so ein bisschen flexibler bin. Bei jungen Start-ups geht es mir mehr um die Menschen, Gründer und deren Teams. Wenn das passt, steige ich ein. Aber immer nur mit einem sehr kleinen Anteil.“
Götzes Vater Jürgen ist Professor an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität in Dortmund. Kommt sein Interesse für Technik daher? „Gute Frage“, meint Götze und denkt länger darüber nach: „Mich haben Firmen, die nicht mit Technik zu tun haben, einfach nicht gereizt. Für mich war dieses Tech-Thema eher so: Okay, da kann ich noch viel mehr lernen. Ich komme nicht aus der Welt, ich will das besser verstehen.“
Und es gibt noch einen weiteren Aspekt: „Meine Kids wachsen mit einem digitalen Device auf. In 10, 15, 20 Jahren wird das noch mal ganz anders sein. Es ist schon krass, wenn man die Entwicklungszyklen sieht, wie schnell das heute geht und wie schnell Techfirmen wachsen.“
Götzes Frankfurter Mannschaftskollege, Torwart Kevin Trapp, hat ein Start-up für Hafermilch gegründet. Gab es Überlegungen, dort einzusteigen? „Wir haben schon ein bisschen gesprochen und geschaut, ob wir da Schnittmengen und Synergien sehen“, sagt Götze: „Aber Milch war mir zu wenig Tech.“
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