Zweitliga-Trainer bemängelt Aufmerksamkeitsspanne seiner Gen-Z-Spieler
Paderborns Trainer Lukas Kwasniok stellt bei seinen jüngeren Fußballern eine geringere Aufmerksamkeitsspanne fest. „Mein Job ist es, eine Art Entertrainer zu sein – auf der einen Seite Trainer und auf der anderen Seite Entertainer. Damit die Jungs mir nicht wegnicken. Weil diese Gefahr einfach besteht heutzutage“, sagte der Coach des SC Paderborn vor dem Freitagabend-Spiel in der 2. Liga bei Eintracht Braunschweig (18.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT).
Kwasniok ging noch weiter: „Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit – gerade in der Generation nach mir und noch jünger. Durch dieses Clickbaiting haben die Jungs einfach keine hohe Aufmerksamkeitsgabe mehr. Sondern sie brauchen jeden Tag neue Reize“, sagte der 43-Jährige über Teile der Gen Z, der Generation der 1996 bis 2010 Geborenen also.
Der Trainer des Tabellenvierten nannte auch Beispiele, wie sich das konkret auf seine Arbeit auswirke. „Das ist nicht mehr so, dass wir eine Woche das Gleiche trainieren und nächste Woche dann wieder und wieder. Dementsprechend muss auch meine Ansprache anders ausfallen“, sagte Kwasniok. „Manchmal gibt es Videos. Manchmal übernimmt ein anderer die Ansprache. Manchmal sage ich so gut wie gar nichts, lasse es wirken. Das musst du fühlen an dem Tag.“
Braunschweig könnte ein Gegner nach Maß für Paderborns Elf sein
Immerhin scheint er seine Spieler noch recht gut zu erreichen. Paderborn ist aktuell Vierter der Tabelle. Am vergangenen Spieltag gegen den 1. FC Köln (1:2) endete beim Team eine Serie von sechs Spielen in Folge ohne Niederlage, der Sprung auf einen Aufstiegsplatz wurde verpasst.
Da trifft es sich gut, dass die Mannschaft nun in Braunschweig antreten muss. Denn die Auswärtsserie des SC Paderbornd, der keines seiner vergangenen acht Gastspiele verlor (vier Siege, vier Remis) hat nach wie vor Bestand. Dank dieser Serie gehört Paderborn zu den auswärtsstärksten Teams der 2. Liga, nur Magdeburg und Köln holten mehr Auswärtspunkte (30 bzw. 26) als Paderborn (22).
Gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, zu denen Braunschweig als 16. zählt, musste Paderborn nur eine Niederlage hinnehmen (1:2 gegen Hertha BSC am 18. Spieltag).
Aus den übrigen zehn Partien gegen Teams, die gegen den Abstieg spielen, gab es sechs Siege und vier Remis. Nun geht es letztmals in dieser Saison gegen eine Mannschaft, die aktuell im unteren Tabellendrittel steht.
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