Ein junger Palästinenser wurde in Gaza von Hamas-Terroristen brutal gefoltert und ermordet, nachdem er öffentlich gegen die Terrororganisation protestiert hatte. Das berichten mehrere internationale Medien übereinstimmend.

Demnach wurde der 22-jährige Uday Rabie vergangenen Freitag in Gaza-Stadt von Mitgliedern der Al-Qassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Hamas, verschleppt. Nach Angaben seines Bruders Hassan Rabie hatte Uday zuvor an mehreren Protesten gegen die Hamas teilgenommen und dabei lautstark „Nein zu Hamas“ gerufen.

„Sie entführten und folterten ihn. Dann riefen sie mich an und sagten: ‚Komm, hol deinen Bruder ab‘“, sagte Hassan Rabie dem US-Sender CNN.

Als die Hamas-Terroristen ihn dann zurückgebracht hätten, „lebte er noch“. Doch sei er „nur mit Unterwäsche bekleidet gewesen“. „Sie hatten ihn mit einem Seil am Hals gefesselt, schleiften ihn hinter sich her und schlugen ihn.“

„Sie übergaben ihn mir mit den Worten: ‚Das ist das Schicksal eines jeden, der die Al-Qassam-Brigaden nicht respektiert und schlecht über sie spricht‘“, berichtete Hassan Rabie weiter.

Sein Bruder starb kurz darauf im Krankenhaus an den Folgen seiner durch die Folter verursachten inneren Verletzungen. In den sozialen Netzwerken kursierten Videos und Fotos Rabies mit schweren Schnitt- und Schlagverletzungen an Armen, Rücken und Füßen. Sein Gesicht war entstellt, Haare und Augenbrauen teilweise abrasiert.

Empörung über „Märtyrer“-Tod

Ein hochrangiger Polizeioffizier, der der Fatah nahesteht, bestätigte dem britischen „Telegraph“ die Gräueltat: „Uday (Rabie) wurde von den Kriminellen der Hamas zum Märtyrer gemacht. Und warum? Weil er die Wahrheit sagte, sich weigerte, zu Unrecht zu schweigen, und sich der Hamas nicht unterwarf.“ Der Beamte beschrieb, dass Rabie vier Stunden lang grausam gefoltert und „wie ein Hundewelpe an einem Seil um den Hals“ vor der Haustür seiner Familie zurückgelassen wurde.

Die palästinensische Menschenrechtsorganisation „Independent Commission for Human Rights“ zeigte sich bestürzt über Rabies Tod und sprach von einem Zeichen für die zunehmende Gesetzlosigkeit und Gewalt in Gaza, die eine massive Bedrohung für die öffentliche Sicherheit und Freiheit darstelle.

Wachsender Protest gegen Hamas

In den vergangenen Wochen kam es zu den größten Anti-Kriegs-Protesten gegen die Hamas seit Beginn des Krieges mit Israel. Tausende Palästinenser gingen aus Wut und Verzweiflung über ihre Lage auf die Straße und forderten die Islamistenorganisation zum Rückzug auf. Auf Videos, die in sozialen Medien kursieren und die Demonstration zeigen sollen, skandieren Palästinenser „Hamas raus“.

„Die Proteste richteten sich nicht gegen Politik, sondern um unser Leben“, sagte Mohammed Abu Saker gegenüber der Nachrichtenagentur AP. „Wir können Israel nicht stoppen, aber wir können Druck auf die Hamas ausüben, Zugeständnisse zu machen.“

Unterdessen hat die Hamas nach eigenen Angaben einen weiteren Vorschlag zur Freilassung von Geiseln und einer Waffenruhe im Gaza-Streifen abgelehnt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP hat die islamistische Palästinenserorganisation „beschlossen, den jüngsten durch die Vermittler vorgelegten israelischen Vorschlag nicht weiter zu verfolgen“.

In der Zwischenzeit nahm Israel seine massiven Luftangriffe auf Hamas-Ziele im Gaza-Streifen wieder auf. Zudem startete die israelische Armee einen neuen Bodeneinsatz in dem Palästinensergebiet. Israel will mit der neuen Offensive nach eigenen Angaben den Druck auf die Hamas erhöhen, um die 58 noch immer im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln freizubekommen. 34 von ihnen sind nach Armeeangaben bereits tot.

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