Bei den Tarifverhandlungen geht es um Geld und Arbeitsbedingungen von Kita-Erzieherinnen, Busfahrern und anderen Beschäftigen von Bund und Kommunen. Wann gibt es ein Ergebnis?

Im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen nähern sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in zähen Gesprächen zwar an – aber sehr langsam. Dem Vernehmen nach haben sie sich seit Freitag zwar in einigen Punkten aufeinander zubewegt. Eine Einigung sei aber weiter nicht absehbar, hieß es. Auch ein Scheitern wird nicht ausgeschlossen.

Die Spitzengruppe hatte bis zum frühen Morgen zusammengesessen, wenige Stunden später berieten Gewerkschaften und Arbeitgeber dann zunächst wieder getrennt in ihren jeweiligen Gremien.

Protest in Sachsenheim 932 Euro pro Monat – darf die Kita so viel kosten?

Es geht um Geld und Arbeitszeiten für rund 2,5 Millionen Beschäftigte – von der Kita bis zur Müllabfuhr. Die Gewerkschaften Verdi und DBB Beamtenbund forderten ursprünglich eine Tariferhöhung um acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr im Monat, sowie mindestens drei zusätzliche freie Tage pro Jahr.

Bei den Tarifverhandlungen ist vieles denkbar: Einigung, Vertagung oder Schlichtung 

Im Laufe des Sonntags machten sie neue Vorschläge. Auch die Arbeitgeber, also das Innenministerium und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VKA legten Zahlen auf den Tisch. Knackpunkt war vor allem die Forderung nach mehr freien Tagen. Die Arbeitgeber argumentieren, dann müssten sie womöglich Dienste einschränken - zum Beispiel Kita-Öffnungszeiten.

Von Ärztin bis Verkäufer – so viel Geld verdient man in diesen Berufen

Ärzte Mittleres Gehalt aller Beschäftigten: 98.750 Euro
Beispiel-Jobtitel
Oberarzt/Oberärztin: 130.750 Euro
Facharzt/Fachärztin: 97.000 Euro
Arzt/Ärztin: 91.250 Euro
Assistenzarzt/Assistenzärztin: 65.250 Euro
Zahnarzt/Zahnärztin: 64.500 Euro
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Die am Freitag begonnenen Gespräche sind bereits die dritte Verhandlungsrunde. Sollte bis zum Abend kein Ergebnis erreicht werden, wäre eine Vertagung möglich. In dem Fall könnte es wieder Warnstreiks geben. Denkbar wäre auch, dass ein unabhängiger Schlichter eingeschaltet wird, um eine Lösung für festgefahrene Gespräche zu finden.

DPA ari
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