Zugegeben, die US-Einreise macht viele Menschen nervös – so wie eine Polizeikontrolle hierzulande. Wenn dann aber der US-Grenzbeamte mit einem freundlichen „Welcome back“ den Reisepass zurückgibt und das an jedem Flughafen platzierte große blaue Willkommensschild „Welcome to the United States“ endlich in Sichtweite grüßt, dann ist die Freude umso größer. Der Urlaub kann beginnen!

US-Amerikaner lassen nicht jeden rein, das ist bekannt. Die Einreisebehörde zählt zu den striktesten weltweit, spätestens seit „9/11“. Dabei wird von manchen Urlaubern vergessen, dass weder die visumfreie ESTA-Erlaubnis noch ein Visum eine Garantie dafür sind, einreisen zu können. Es ist lediglich die Voraussetzung dafür, an der Grenze um Einlass zu bitten. Darüber entscheidet der Grenzbeamte, und sonst niemand. Diskussionen, Witze und schusselige Angaben kommen da gar nicht gut an.

Nun aber wird geargwöhnt, dass die USA Besuchern nicht mehr wohlgesonnen seien. Es wurden in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von Touristen bekannt, die nach einer Abschiebehaft zurückgeschickt wurden. „Erschweren die USA die Einreise?“, und „Kann man jetzt noch in die USA reisen?“ lauten die populärsten Schlagzeilen. Viele Urlauber, die demnächst unterwegs Richtung USA sind, eine Reise gebucht haben oder planen, sind verunsichert.

Einreisebestimmungen werden streng durchgesetzt

Auch wenn die US-Einreisebehörden keine Gründe für die Zurückweisung angeben, lässt sich aus den Angaben der Betroffenen schließen, dass aus Unwissenheit gegen Einreiseformalitäten verstoßen wurde. Sowohl das britische als auch das deutsche Außenministerium haben infolgedessen ihre Reisehinweise für die USA aktualisiert. Die Briten weisen darauf hin, dass die Einreisebestimmungen streng durchgesetzt werden. Das Wörtchen „streng“ wurde hinzugefügt.

Das deutsche Auswärtige Amt macht darauf aufmerksam, dass „Abschiebehaft“ möglich sei. Hatte bisher der US-Grenzbeamte gelegentlich wegen geringfügiger Einreise-Fragwürdigkeiten ein Auge zugedrückt, könnte dafür kein Spielraum mehr bleiben. Dann schickt er den Delinquenten mit einem „Good luck“ in die gefürchtete „Secondary“, zur zweiten Befragung. Die Einreise ist eben „ein Privileg, kein Recht“, so der US-Zoll- und Grenzschutz.

Daran sollten sich Reisende halten, und für die meisten ist das auch kein Thema. Für Urlauber aus Deutschland bleiben die USA das Traumreiseziel schlechthin: 2024 kamen nach Angaben des amerikanischen Handelsministeriums 1,994 Millionen Bundesbürger, 8,5 Prozent mehr als 2023. In den ersten zwei Monaten 2025 gab es laut vorläufiger Zahlen eine Delle von etwa minus fünf Prozent. Deutschland bleibt drittwichtigstes Herkunftsland aus Übersee hinter Großbritannien und Indien.

Und das soll so bleiben. Wer sich an die Formalitäten halte, so heißt es aus der Grenzschutzbehörde, sei willkommen. Für 2025 rechnen Veranstalter zwar mit einer Zurückhaltung, doch 2026 dürfte alles wieder im grünen Bereich sein: Dann feiern die USA mit Gästen aus aller Welt 250 Jahre Unabhängigkeitserklärung und die Fußball-WM. Darauf kann man sich jetzt schon freuen, trotz strenger Einreise.

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