Ex-Berater packt über Biden aus: So kam es zum katastrophalen TV-Duell
Es war eine denkwürdige TV-Debatte zwischen Joe Biden und Donald Trump im Sommer 2024. Der damalige Präsident Biden erlebte ein regelrechtes Desaster, er verhaspelte sich regelmäßig, sprach undeutlich und hatte auch kaum überzeugende Argumente zu bieten. Biden verstärkte damit den Eindruck, den viele Bürger und Beobachter von ihm hatten: dass er nicht (mehr) für das Amt des Präsidenten geeignet sei.
Bei der Vorbereitung auf das TV-Duell hatte Biden auf Ron Klain gebaut. Der Politikberater hatte zuvor zwei Jahre lang als sein Stabschef fungiert und sollte ihn auf die Debatte vorbereiten. In einem neuen Buch des Journalisten Chris Wipple über den Wahlkampf in den USA erklärt Klain, wie schwierig es war, dem Präsidenten das richtige Rüstzeug für die Diskussion mit Trump an die Hand zu geben.
Der britische "Guardian" zitiert vorab einige Passagen aus dem Interview, das Wipple mit Klain geführt hat. Demnach war Biden schlecht informiert und habe den Ernst der Lage nicht verstanden. Biden habe "nicht verstanden, was Trump gesagt hatte" und wo die Schwachpunkte seines Kontrahenten lagen. Außerdem sei es schwierig gewesen, ihm wichtige Argumentationslinien – zum Beispiel bezüglich Inflation – deutlich zu machen. Mehrmals hätten die Vorbereitungen unterbrochen werden müssen, weil Biden zu erschöpft gewesen sei.

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Ex-Berater: Mitarbeiter haben Joe Biden isoliert
Die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit des Präsidenten war vor der Wahl viel diskutiert worden. Biden zog schließlich zurück, Vizepräsidentin Harris übernahm und verlor die Wahl gegen Trump. In einem Gespräch mit "Politico" betonte Klain aber, dass seine Aussagen sich nicht auf den Geisteszustand von Biden beziehen. Vielmehr kritisierte er die engsten Mitarbeiter des 82-Jährigen.
"Er war durch ein Team im Weißen Haus von der Innenpolitik abgekoppelt worden", behauptete der Biden-Vertraute. Der Demokraten-Politiker habe sich deshalb "nur auf die Außenpolitik fokussiert". Diese erforderte zwar insbesondere durch den Krieg in der Ukraine besonderes Augenmerk – doch so bot Biden viel Angriffsfläche für Trump.
Keine Vision für die zweite Amtszeit
Nach Klains Ansicht verlor der damalige Präsident durch seinen Fokus auf die Außenpolitik den Blick für die Probleme und die Stimmung im eigenen Land. Biden habe sich auf die Bestätigung ausländischer Regierungschefs verlassen. "Diese Leute sagen, ich machte gute Arbeit als Präsident, also muss ich ein toller Präsident sein", habe Biden gedacht. Den Bürgern habe Biden keine Vision für seine zweite Amtszeit anbieten können, kritisiert Klain laut "Guardian" in dem nächste Woche erscheinenden Buch.
"Biden hatte keine Ahnung, was in seinem eigenen Wahlkampf los war", schildert Klain seinen Eindruck von dem ersten Vorbereitungstreffen. Eine eigentlich auf 90 Minuten angelegte Probedebatte musste er nach 45 Minuten abbrechen – weil Biden zu schlecht vorbereitet war. Die zweite habe der Präsident selbst nach 25 Minuten beendet. Seine Erklärung: Er sei zu müde.
Quellen: "Guardian", "Politico"
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