So können Sie zu Hause mit einem Lasergerät Haare langfristig entfernen
Keine Schmerzen beim regelmäßigen Wachsen oder Epilieren, kein Rasieren inklusive lästiger Rasierpickel, keine Enthaarungscreme und einfach keine Gedanken mehr um die Körperbehaarung: Ein Lasergerät für Haare soll dabei helfen können, all das wahrzumachen. Wer sich sowieso keine Gedanken um die Körperbehaarung macht: auch gut. Sie gehört schließlich dazu und kann ruhig präsentiert werden.
Wer sie stört und sie dauerhaft entfernen möchte: genauso gut. Diese Personen können die Haarentfernung mit Laser zurate ziehen, um sich weniger mit dem Thema beschäftigen zu müssen. Allerdings gibt es bei der Durchführung zu Hause einiges zu beachten. Wie ein Lasergerät Haare entfernen kann, welche Modelle sich lohnen und wer sie überhaupt nutzen darf, lesen Sie nachfolgend.
Wie kann ein Lasergerät Haare entfernen?
Ein (Dioden-)Laser wirkt auf das Melanin in den Haaren, also auf das dunkle Pigment, das für die Farbe unserer Haut und Haare verantwortlich ist. Über das Melanin wird das Licht des Lasers beziehungsweise dessen Energie von den Haaren zu den Wurzeln geleitet und greift sie an. Durch eine regelmäßige Laserbehandlung soll das Wachstum der Haare folglich reduziert oder gar ganz eingestellt werden können. Bedeutet auch: Je mehr Melanin in den Haaren vorhanden ist, desto besser kann das Licht des Lasers aufgenommen und zur Haarwurzel geleitet werden. Ergo: desto wirksamer ist die Behandlung. Da sich die Haare auf der Haut in unterschiedlichen Wachstumsphasen befindet, ist es wichtig, die Behandlung regelmäßig durchzuführen, um möglichst viele erwischen zu können.
Haarentfernung mit Laser vs. IPL
Vorab: Sowohl die Behandlung mit IPL als auch die Behandlung mit einem Lasergerät sind wissenschaftlich untersuchte Technologien, die eine sichere und effektive Möglichkeit bieten sollen, um das Wachstum von Körperhaaren langfristig zu reduzieren. IPL steht für Intense Pulsed Light und arbeitet ebenfalls mit Licht.
In diesem Aspekt besteht aber auch der große Unterschied: in der Wellenlänge. IPL-Systeme und -Geräte senden ein breites Spektrum an Lichtwellen aus (250 bis 1200 Nanometer, kurz nm). Diese treffen dabei auf eine größere Hautfläche. Lasergeräte dagegen senden einen gezielten, hoch konzentrierten Lichtstrahl aus, der meist nur die Haare trifft. Diodenlaser arbeiten in der Regel mit einer Wellenlänge von 810 nm. Zudem gibt es Laser, die mit 755 oder 1064 nm arbeiten.
Die unterschiedlichen Methoden sorgen auch für eine unterschiedliche Wirksamkeit und ein unterschiedliches Schmerzempfinden: Ein Laser kann also effektiver sein, zudem kann man IPL-Geräte in der Nutzung mehr spüren, da das Licht auf der größeren Hautfläche wirkt und nicht nur auf die Haare zielt. Generell gelten beide Methoden aber als schmerzarm, in der Regel spürt man ein Wärmegefühl, das bei Geräten für zu Hause aber durch die integrierte Kühlfunktion geringfügig ist.

Um das Haarwachstum einzuschränken, braucht es im Salon wie auch zu Hause mehrere Behandlungen mit IPL oder Laser, wobei es in der Regel mit Laserbehandlungen etwas schneller geht, bis man Ergebnisse sehen kann. Dafür ist die Behandlung größtenteils auch etwas teurer. Auch Lasergeräte für zu Hause sind etwas teurer als IPL-Geräte.
Fazit: Ob Sie lieber IPL oder Laser wählen, ins Studio gehen möchten oder ein Gerät für zu Hause im Auge haben, ist sicherlich persönliche Vorliebe. Bei der Auswahl sollten Sie folgende Aspekte beachten: Welche Hautfarbe habe ich und welche Haarfarbe? Hier gilt: Blonde, weiße oder rote Haare funktionieren über die Melanin-Taktik natürlich nicht, daher eignen sie sich nicht, um sie mit IPL oder Laser zu behandeln. Am effektivsten sind Behandlungen bei heller Haut und dunklen Haaren, die die Geräte so am besten erkennen können.
Hier gilt: Informieren Sie sich beim Hersteller, ob das Gerät Ihrer Wahl für Ihren Haut- und Haartyp geeignet ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, stattet der Hautärztin oder dem Hautarzt oder einem passenden Salon einen Besuch ab. Wer mit einem Lasergerät Haare zu Hause entfernen möchte: Folgende Geräte werden häufig empfohlen und gelten als sicher und effektiv.
Diese Lasergeräte lohnen sich
Lasergeräte zur Haarentfernung gibt es noch gar nicht so lange für die Nutzung daheim. Daher ist die Auswahl auch noch nicht so groß. Die Geräte werden meist von der Food and Drug Administration (FDA) freigegeben. Sie ist unter anderem für die Zulassung, Kontrolle und Überwachung von Arzneimitteln, Impfungen und Medizinprodukten verantwortlich und hat ihren Sitz in den USA. Laut Käuferinnen und Käufern können sich bei der richtigen und konsequenten Nutzung folgende Geräte lohnen.
1. Tria
Der Tria Hair Removal Laser 4X ist ein kabelloses Gerät zur Haarentfernung. Es soll laut Hersteller nach nur zwei Behandlungen in drei Monaten bis zu 70 Prozent der unerwünschten Haare beseitigen können. Das Gerät ist von Dermatologen empfohlen und soll Haare sicher und effektiv mit der FDA-zugelassenen Laser-Technologie entfernen können. Dabei soll der Tria dreimal mehr haarbeseitigende Kraft als vergleichbare Geräte für den Einsatz zu Hause haben, so der Hersteller. Es sei für viele Haar- und Hauttöne geeignet und soll schnell, leistungsstark und einfach zu bedienen sein. Sein interaktives LED-Display führt durch die Behandlung, die Akkulaufzeit wird als lang beschrieben. Nutzerinnen und Nutzer berichten in den Bewertungen von positiven Erfahrungen mit dem Gerät: Die Stufen seien leicht einzustellen, das Gerät generell einfach zu bedienen und die Ergebnisse mit wenigen Behandlungen sichtbar. Zudem gibt es einen Sensor, der erkennt, ob es für die eigene Haut geeignet ist.
2. Currentbody
Das Lasergerät von Currentbody zählt zu den Tools für zu Hause, die als effektiv, sicher und einfach in der Handhabung gelten. Laut Hersteller soll es die Haaranzahl um 82 Prozent in acht Wochen reduzieren können. Es verfügt über ein großes Behandlungsfenster, das es dem Benutzer oder der Benutzerin ermöglicht, alle relevanten Bereiche (Achselhöhlen, Bikinizone, Beine und Unterarme) in wenigen Minuten zu behandeln, was eine bequeme Haarentfernungsmethode darstellt. Die Ice Cooling Technology soll für eine schmerzarme Haarentfernung sorgen. Mit dem Hauttonsensor bietet das Gerät eine Funktion, die sicherstellt, dass Ihr Hautton den Bedingungen für eine effektive Haarentfernung entspricht. Kundinnen und Kunden beschreiben das Tool als effektiv und einfach in der Bedienung.
3. Dermrays
Das Lasergerät von Dermrays nutzt eine 810-Nanometer-Diodenlaser-Technologie, die als Maßstab für die Laser-Haarentfernung gilt. Das Gerät ist von der FDA freigegeben und verfügt über einen Hautkontaktsensor, um eine versehentliche Verwendung zu vermeiden. Eine Hautkühllösung soll laut Hersteller für ein schmerzfreies Behandlungserlebnis sorgen. Die kontinuierliche Blitzfunktion (automatischer Modus) sorgt dafür, dass man nicht ständig klicken muss. Zudem gibt es sechs einstellbare Energieniveaus, die an die einzigartigen Bedürfnisse der Haut angepasst werden können. Nutzerinnen und Nutzer beschreiben das Gerät als einfach in der Bedienung und als effektiv. Vereinzelt gibt es Stimmen, die besagen, es funktioniere nicht einwandfrei. Ob sie die passenden Haut- und Haartypen hatten, schreiben sie allerdings nicht.
Lasergerät für Haare: Hinweise zur Nutzung
- Beachten Sie immer die Hinweise des Herstellers, in denen Sie meist Informationen darüber finden, ob sich Ihre Haut- und Haarfarbe zur Behandlung eignen. Zudem finden Sie Hinweise darüber, ob sich das Gerät Ihrer Wahl für den gewünschten Bereich eignet: Gesicht, Achseln oder Intimbereich. Manche Geräte sind nur für die Bikinizone, nicht aber für die Intimzone geeignet, weil dort der Haarwuchs zu hoch und die Haut zu sensibel ist. Die meisten Geräte geben einen Ton ab, wenn sie auf der passenden Hautstelle verwendet werden und signalisieren auch, wenn es nicht funktioniert.
- Die Haarentfernung mit Laser funktioniert am besten, wenn man die zu behandelnden Stellen vorher rasiert hat, damit das Licht besser zum Haarfollikel gelangen kann. Zudem sollten Sie sie nicht vorher eincremen, um den Effekt nicht zu mindern.
- Testen Sie das neue Gerät immer zuerst auf der niedrigsten Stufe an einer kleinen Hautstelle, um mögliche Irritationen erkennen zu können. Erst danach sollten Sie die Stufe erhöhen und das Gerät für größere Flächen nutzen.
- Viele Geräte nutzen einen Hautsensor, um zu erkennen, ob Sie es auf Ihrer Haut verwenden können.
- Bei Einnahme von lichtsensibilisierenden Medikamenten, etwa Antibiotika, muss die Haarentfernung durch Laser oder IPL verschoben werden.
- Während der Schwangerschaft sollten Sie keine Haarentfernung mit Laser durchführen.
- Menschen mit Hautproblemen (Pigmentstörungen, Schuppenflechte, Neurodermitis, Hautkrebs), mit Herzschrittmachern, Infektionskrankheiten, Epilepsie oder einem erhöhten Blutzuckerspiegel sollten nicht nur aufpassen, sondern vorher den Hausarzt oder die Hausärztin um Rat fragen.
Tipps nach der Nutzung
- Hautreizende Produkte wie Peelings oder alkoholhaltige Produkte sollten Sie in den Tagen nach der Laserbehandlung nicht nutzen.
- Schützen Sie Ihre Haut am besten mit Sonnencreme, bevor Sie nach draußen gehen.
- Wenn Sie baden oder duschen möchten, sollte das Wasser nicht zu heiß sein.
- Auf Saunagänge sollten Sie nach der Anwendung eines Lasergeräts vorerst verzichten.
Quellen: Thalderma Laser / Fort Malakoff Klinik
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keinen Besuch bei einem Hautarzt oder einer Hautärztin. Bei Unsicherheiten, Problemen oder anderen Fragen sollten Sie immer ärztlichen Rat aufsuchen.
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maf- Haarentfernung
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